Bildungsverlag für Goetheanismus

«Goe­the ist der Koper­ni­kus und Kep­ler der orga­ni­schen Welt», so der jun­ge Rudolf Steiner, als er die Metho­de Goe­thes unter­sucht, womit die­ser die orga­ni­sche Welt erforsch­te. Sie erweist sich als exak­te Natur­wis­sen­schaft, die vom unor­ga­ni­schen zum orga­ni­schen Erken­nen auf­steigt und ohne Bruch in Geis­tes­wis­sen­schaft wei­ter­ge­führt wer­den kann. Die­sen metho­di­schen Über­gang von der Erfor­schung des sinn­li­chen zur Erfor­schung des über­sinn­li­chen Welt­in­hal­tes schafft die Erkennt­nis­theo­rie Rudolf Steiners.

Edition Nadelöhr

AGORA

Goetheanismus Stu­di­um

Die gewoll­te Zukunft

Freun­des­kreis goetheanistische Zukunft

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Der Bildungsverlag stellt sich vor

«Was ist Goetheanismus?»

Indem Rudolf Steiner in Goe­thes Metho­de sei­ne eige­ne wie­der­erkann­te und so bereits mit 21 Jah­ren zum Her­aus­ge­ber von Goe­thes Natur­wis­sen­schaft­li­chen Schrif­ten wer­den konn­te, ent­stan­den zunächst im Zusam­men­hang mit der Arbeit an Goe­the sei­ne erkennt­nis­theo­re­ti­schen Schrif­ten. Es zeich­net sich damit eine auf­stei­gen­de Linie der Natur­wis­sen­schaft ab, die mit dem Erken­nen der anor­ga­ni­schen Natur beginnt und über Goe­thes Orga­nik zu Stei­ners Geis­tes­wis­sen­schaft führt, die Steiner dann auch «Goetheanismus» nennt. Die­se Bezeich­nung impli­ziert, dass Steiner sei­ne Geis­tes­wis­sen­schaft metho­disch und sub­stan­ti­ell naht­los aus der Natur­wis­sen­schaft her­auf­ent­wi­ckelt. Die Essenz des Goetheanismus ist sei­ne «Phi­lo­so­phie der Frei­heit». Das Buch trägt den Unter­ti­tel «See­li­sche Beob­ach­tungs­re­sul­ta­te nach natur­wis­sen­schaft­li­cher Metho­de». Der Mensch, ins­be­son­de­re sein geis­ti­ges Schaf­fen wird schon von Goe­the als höhe­re Natur in der Natur ver­stan­den. Die phi­lo­so­phi­sche Begrün­dung die­ses Ver­ständ­nis­ses durch Steiner ist gleich­zei­tig der Ein­tritt in eine sich selbst ver­ste­hen­de monis­ti­sche Weltanschauung.

«Zum Ver­lags­pro­gramm»

Das Pro­gramm des Bil­dungs­ver­lags für Goetheanismus folgt der Auf­fas­sung sei­ner Grün­de­rin, dass eine men­schen­ge­mä­ße, wirk­sa­me und zukunfts­fä­hi­ge geis­ti­ge Erneue­rung heu­te ihre Kraft aus dem Früh­werk Rudolf Stei­ners schöp­fen muss. Die­ses ist nicht zu tren­nen von sei­nem Schöp­fer und ist gleich­zei­tig Quel­le und Ziel sei­ner spä­te­ren Anthro­po­so­phie. Die­se Ein­sicht weist auf das «Aenig­ma Rudolf Steiner», oder wie Karl Ball­mer es for­mu­liert: «Das Ereig­nis Rudolf Steiner».

Karl Ball­mer (1881–1958) und Karen Swass­jan (1948–2024) tra­gen maß­geb­lich dazu bei, Stei­ners Werk anhand sei­ner phi­lo­so­phi­schen Schrif­ten sau­ber den­kend auf­zu­schlie­ßen und bis zu einer Sym­pto­ma­to­lo­gie der zeit­ge­schicht­li­chen Ereig­nis­se und einer Aus­ein­an­der­set­zung mit den wis­sen­schaft­li­chen Ten­den­zen der Zeit frucht­bar zu machen. Die­ser Ansatz erwies sich bereits kurz nach dem Tod Rudolf Stei­ners im Jah­re 1925 als Alter­na­ti­ve zu der von Dor­nach aus ver­tre­te­nen Anthroposophie.

«Wer­de­gang des Bildungsverlags»

Es beginnt mit der pri­va­ten Initia­ti­ve von Iris-Astrid Sei­ler. Von Haus aus Psy­cho­lo­gin M.A., aber unwohl im Getrie­be des gras­sie­ren­den Rela­ti­vis­mus in den Wis­sen­schaf­ten, ent­deck­te sie in den 90er Jah­ren in Rudolf Stei­ners Erkennt­nis­theo­rie die Erkennt­nis­grund­la­ge, die einen ver­bind­li­chen, im eige­nen Erken­nen nach­zu­schaf­fen­den Wis­sens- und Wahr­heits­be­griff ver­mit­telt, der das Poten­ti­al hat, alle Wis­sen­schaf­ten zu ver­bin­den. Fort­an wid­met sie sich dem Stu­di­um Rudolf Stei­ners. Seit dem Jahr 2000 gibt sie ein­füh­ren­de Kur­se zu Rudolf Steiner und sei­nen Schrif­ten. 2013 folg­te die Her­aus­ga­be und Ent­wick­lung der Zeit­schrift Agora, 2019 die Grün­dung des Buch­ver­lags Edition Nadelöhr und 2023 die Ein­rich­tung des Goetheanismus-Stu­di­ums. Im Jahr 2024 wer­den die Tätig­keits­fel­der unter dem Dach des Bil­dungs­ver­lags zusammengefasst.

Die Ver­öf­fent­li­chun­gen und Akti­vi­tä­ten des Bil­dungs­ver­lags für Goetheanismus schaf­fen Ver­ständ­nis und Ein­sicht in die wir­ken­den Ten­den­zen in Zeit­ge­schich­te und Zeit­ge­sche­hen, befas­sen sich kri­tisch mit dem Umgang mit Stei­ners Anthro­po­so­phie und schu­len das selb­stän­di­ge Ver­ant­wor­ten des Goetheanismus als Wis­sen­schafts­me­tho­de der Zukunft.

Rudolf Stei­ners weit in die Zukunft rei­chen­des Poten­ti­al will immer neu ent­deckt und erschlos­sen wer­den. Der Goe­thea­nist hält sei­nen Hori­zont rein und folgt dem Mot­to: «Wie­der ein­mal zum ers­ten Mal.»

Iris-Astrid Sei­ler

Bildungsverlag

Tätig­keits­fel­der

Edition Nadelöhr

Edition Nadelöhr tritt für das Erkennt­nis­mys­te­ri­um Rudolf Steiner-Karl Ball­mer ein.

Die gewoll­te Zukunft

Immer mehr Men­schen sehen die Schwä­chen unse­rer west­li­chen Demo­kra­tien. Sie for­dern mehr oder direk­te Demokratie.

AGORA

In geän­der­ter Zeit­la­ge. Quar­tals­schrift für Goetheanismus.

Goetheanismus Stu­di­um

Der Goetheanismus begrün­det ein ver­tief­tes, uni­ver­sel­les Ver­ständ­nis von Mensch und Welt.

Edition Nadelöhr

Rudolf Steiner. Ein Kommender

Swass­jan, Karen A.
3. Auf­la­ge 2025, Hard­co­ver gebun­den, mit Lesebändchen

«Mei­ne Geg­ner sind die, die sich in der Illu­si­on wie­gen, dass Rudolf Steiner bloß ein Dage­we­se­ner, nicht auch ein Kom­men­der sei.» – Karl Ballmer

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Quar­tals­schrift für Goetheanismus

AGORA 2026 – 02

  • Teil l – Phi­lo­so­phie des Goetheanismus
    Karl Ball­mer: MATERIE und FORM im Hin­blick auf Rudolf Steiner
    Karen Swass­jan: Das Den­ken als Vor­aus­set­zung der Anthroposophie
  • Teil ll – Lie­be zum Wort Rudolf Stei­ners
    Ire­ne Diet: Im Gespräch mit Rudolf Steiner?
    Rüdi­ger Blan­kertz: Gibt es die Anthro­po­so­phie Rudolf Stei­ners überhaupt?
  • Teil lll – Zeit­fra­gen und Zeit­zeug­nis­se
    Iris-Astrid Sei­ler: Wirk­li­che und simu­lier­te Intel­li­genz: ein KI-Weg­wei­ser
    Chris­ta Schy­boll: Nicht hier. Nicht jetzt.
    Gas­ton Pfis­ter: Was ist der Mensch? Bin ich echt mein Ich?
    Buch­be­spre­chung: Ire­ne Diet: «Von jeher»
    Zwei Zeit­zeu­gen zum Ukrai­ne­kon­flikt und zu Euro­pa
    Fionn Mei­er und Micha­el Gam­ba­ri­ni: Zurück in die Zeit vor der Aufklärung 

Zitat

Zitat des Monats

Nicht ‹Weis­heit vom Men­schen› ist die rich­ti­ge Inter­pre­ta­ti­on des Wor­tes Anthro­po­so­phie, son­dern ‹Bewusst­sein sei­nes Men­schen­tums›; das heißt, hin­zie­len sol­len Wil­len­sum­wen­dung, Erkennt­nis­er­fah­rung, Mit­er­le­ben des Zei­ten­schick­sals dahin, der See­le eine Bewusst­seins­rich­tung, eine Sophia zu geben.

Rudolf Steiner

1923 (GA 257)

Freun­des­kreis

Freun­des­kreis goetheanistische Zukunft

Ziel des Ver­eins ist die För­de­rung frei­er Tätig­kei­ten im Sin­ne der Phi­lo­so­phie des Goetheanismus.